Helmholtz-Zentrum Geesthacht, 2014-10-31
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Kapitel 4: Was tun?

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Um die von den Vereinten Nationen vereinbarten Millenniumsziele bis 2015, aber auch das zentrale Ziel der Klimakonvention zu erreichen, wird durch Experten eine Reihe von Maßnahmen im Wassersektor empfohlen. Einerseits müssen die Klimaänderungen abgeschwächt werden, um die Wahrscheinlichkeit für extreme hydrologische Ereignisse wie Dürren und Überschwemmungen zu reduzieren. Andererseits sind neue Möglichkeiten zu erschließen, mit denen Wasser gespart bzw. es effizienter genutzt werden kann. In der Landwirtschaft gilt die Devise, mehr Nahrungsmittel mit der gleichen Wassermenge zu erzeugen. Hier sind resistente Pflanzen gegen Trockenheit bzw. Sorten mit höheren Erträgen gefragt. In der Wasserwirtschaft sollte sich ebenfalls immer mehr der Gedanke der Nachhaltigkeit durchsetzen, der bei Gewässern u.a. vorsieht, nicht mehr Wasser zu entnehmen als sich erneuern kann. Ferner sind Seen und Flüsse sowie das Grundwasser vor Verschmutzung und Kontamination zu schützen. In ariden und semi-ariden Regionen, in denen Flüsse und Seen von mehreren Anrainerstaaten genutzt werden, sollte die Nutzung des Wassers in Partnerschaft und Kooperation erfolgen und müssen Konflikte vermieden werden. Eine zentrale Frage der Millenniumsziele ist ferner, wie das Menschenrecht auf genügend Wasser für alle gesichert werden kann. Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Antwort auf die Frage, ob die Privatisierung der Wasserversorgung einen Beitrag zur Lösung der globalen Wasserkrise leisten kann.

Inhaltsverzeichnis Kapitel 4:

4.1 Maßnahmen zum Klimaschutz - (H. Graßl)

4.2 Meerwasserentsalzung - (S. Lattemann)

4.3 Möglichkeiten zu Wassereinsparungen und Entwicklung von Konzepten und Instrumenten für ein nachhaltiges Wasser-Management - (U. Scheele & S. Malz)

4.4 Effizienter und tragfähiger Umgang mit Süßwasser anhand zweier Fallbeispiele in Nordwest- bzw. Westafrika - (M. Christoph, A. H. Fink, B. Diekkrüger, H. Goldbach, T. Heckelei, B. Reichert, M. Rössler & P. Speth)

4.5 Nachhaltige Wasserwirtschaft in städtischen Ballungszentren - (P. A. Wilderer)

4.6 Neue Abwassertechnologien für Städte - (R. Otterpohl)

4.7 Mehr Nahrungsmittel mit weniger Wasser erzeugen: Effizienzgewinne, Lebensstile, Handel - (H. Lotze-Campen & M. Welp)

4.8 Verantwortungsvoller Umgang mit Wasser am Beispiel der BASF SE Ludwigshafen - (E. Völker, G. Zimmer & B. Elendt-Schneider)

4.9 Sorgeökonomien in der Wasserwirtschaft – Gender Dimensionen in der Wassernutzung - (B. Knothe)

4.10 Nutzpflanzen für aride und semi-aride Gebiete - (S.-W. Breckle & M. Küppers)

4.11 Entwicklungslinien der internationalen Süßwasserpolitik - (B. Pilardeaux)

4.12 Ansatzpunkte zur Vermeidung von Wasserkonflikten - (U. E. Simonis)

4.13 Wasser: Öffentliches Gut oder Handelsware? - (K. Lanz)

4.14 10 Jahre Wasserrahmenrichtlinie: Sachstand zwischen Erwartung und Befürchtungen, Anspruch und Realität - (K. Pinz)

4.15 Wo stehen wir mit den Menschenrechten auf Wasser und Sanitärversorgung? - Aktuelle Entwicklungen im Rahmen der Vereinten Nationen - (I. Winkler)

4.16 Zugang zu Trinkwasser – eine Angelegenheit sozialer Machtbeziehungen - (I. Spiller)

4.17 Wie sichern wir das Menschenrecht – genügend Wasser für alle? - (R. Bär & F. Kürschner-Pelkmann)

4.18 Die Privatisierung der Wasserversorgung in Deutschland und ausgewählten Ländern - (H.-W. Krüger)

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