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IPCC SR1.5

Eine globale Erwärmung von 1,5 °C: Was bedeutet das für die Metropolregion Hamburg?

Definition 1,5 und 2°C

GERICS hat eine Reihe von Kenngrößen für mögliche zukünftige Veränderungen des Klimas in der Metropolregion Hamburg berechnet, wie zum Beispiel die Zunahme von heißen Tagen. Deren Berechnung basiert auf Ergebnissen verschiedener regionaler Klimamodelle. Aus diesen wurden die Mittelwerte über diejenigen 30-Jahreszeiträume ermittelt, in denen sich das globale Klima um 1,5°C bzw. 2°C im Vergleich zum vorindustriellen Klima erwärmt haben wird. Diese Zeiträume werden hier als „+1,5°C-Welt“ und „+2°C-Welt“ bezeichnet. Die Änderungen in diesen beiden Welten wurden lokal für die Metropolregion Hamburg ausgewertet und im Vergleich zu „heute“ (1971-2000) dargestellt.

Die Zeiträume, die der Analyse der „+1,5°C-Welt“ und der „+2°C Welt“ zugrunde liegen, wurden analog zu Vautard et al. 2014 ermittelt. Dabei werden aus den Ergebnissen jedes globalen Klimamodells jene Zeiträume ermittelt, in denen 30-jährige Mittelwerte der globalen Mitteltemperatur 1,5°C bzw. 2°C im Vergleich zu vorindustriellem Klima überschreiten. Anhand dieser Zeiträume werden die Ergebnisse der regionalen Klimamodelle ausgewertet.

Um die Ergebnisse für die „+1,5°C-Welt“ und die „+2°C Welt“ vergleichbar zu machen, wurden aus dem verfügbaren Ensemble von Klimaprojektionen nur jene Simulationen verwendet, die auch im globalen Mittel die +2°C Erwärmung erreichen. Dadurch konnten einige der im EURO-CORDEX und ReKliEs-De Projektions-Ensemble zur Verfügung stehenden Simulationen auf Basis des “Klimaschutz” Szenarios RCP 2.6 in der Analyse nicht verwendet werden.

Indizes

Winterniederschlag
Heiße Tage
Tage mit Schwüle
Tage mit Starkniederschlag
Sommerniederschlag
Lufttemperatur

Aussagekraft der Ergebnisse

Zu jeder Kenngröße wird eine Experteneinschätzung angegeben, die jeweils unter dem Index zu finden ist. Sie gibt an, wie belastbar diese Ergebnisse sind (Beispiel: “Schwüle - robuste Änderung”).

Die Experteneinschätzung ist begründet durch den folgenden Robustheitstest:
Zur Einschätzung der Belastbarkeit der projizierten Klimaänderungen wurde die
statistische Signifikanz der simulierten Änderungen jeder einzelnen Simulation berechnet und die Übereinstimmung der Simulationen in der Richtung der projizierten Änderungen für die „+1.5°C-Welt“und die „+2°C-Welt“ berücksichtigt. Die statistische Signifikanz wird basierend auf dem Mann-Whitney-Wilcoxon-Test bzw. U-Test ermittelt. Es wird hierbei die Null-Hypothese getestet, dass die Verteilung eines von einem individuellen Klimamodell simulierten Klimaparameters für heutiges Klima von der projizierten Verteilung des Klimaparameters für zukünftige Klimabedingungen abweicht. Das Konfidenzniveau für den Signifikanztest ist 0,9.

Wenn mehr als 66% der der Auswertung zugrunde liegenden Klimaprojektionen eine statistisch signifikante Zunahme oder Abnahme zeigt, ist die Änderung robust. Wenn die Mehrheit der Modelle keine statistisch signifikanten Änderungen, aber eine eindeutige Richtung angibt, ist eine Tendenz zur Ab- oder Zunahme vorhanden. Wenn die Klimamodelle etwa zu gleichen Teilen eine Zunahme als auch eine Abnahme zeigen, gibt es keine eindeutige Änderung.

Für jeden Index werden im Text die mittlere Änderung und die Bandbreite der Ergebnisse angegeben. Die Bandbreite ist der Bereich von der kleinsten bis zur größten Änderung im Ensemble der Klimaprojektionen.

Literaturquellen

Datenquellen

Temperaturzeitreihe
ReKliEs-DE
Liste der verwendeten Simulationen

Weiterführende Links