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Report 32

Klimawandeltaugliche Kompensationsmaßnahmen – Überprüfung der Funktionstüchtigkeit von Kompensationsmaßnahmen unter klimatisch veränderten Bedingungen am Beispiel der Stadt Kiel

Cover Report 32

© GERICS

Gemäß der naturschutzrechtlichen Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland sind zur Sicherung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts und des Landschaftsbildes alle Eingriffe zu unterlassen beziehungsweise auszugleichen, sofern der Eingriff aus wirtschaftlichen, gesellschaftlichen oder anderen Gründen unerlässlich ist. Darunter fallen auch Neubaugebiete. Dementsprechend ist es gesetzlich gefordert, bei der Bauleitplanung die Umweltbeeinflussung zu berücksichtigen. Als wichtiger Bestandteil der Landschaftsplanung wird hierzu unter anderem auch der Einsatz von Kompensationsmaßnahmen verwendet.

Dazu sollen grundsätzlich potenzielle Kompensationsflächen unter Berücksichtigung der Standorteigenschaften und des Kompensationsbeitrags ausgewählt werden. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass das Kompensationsziel – insbesondere bei Maßnahmen mit längerer Entwicklungsdauer oder jungen Maßnahmen – zu Beginn noch nicht erreicht wird. Aus diesem Grund muss viel mehr eine Entwicklungsprognose erstellt werden, um die Wahrscheinlichkeit der Erreichung des Maßnahmenziels zu prognostizieren und um notwendige Maßnahmen für die Entwicklungspflege abzuleiten. Derzeit findet eine Einschätzung der Funktionstüchtigkeit von Kompensationsmaßnahmen ohne die Berücksichtigung des Klimawandels statt. Für viele Maßnahmen stellen das vermehrte Auftreten von Extremereignissen oder Veränderungen im hydrologischen Wasserkreislauf Risiken für ein Verfehlen des Kompensationsziels dar.

Daher ist es notwendig auf regionale Klimainformationen zurückzugreifen, um zukünftige klimatische Entwicklungen abschätzen zu können. Zur Entwicklung passender Managementstrategien zeigt sich, dass der Einsatz eines Klimamodellensembles dringend empfohlen wird, um die gesamte Bandbreite möglicher Veränderungen und somit das gesamte Handlungsspektrum abbilden zu können.

Der Report 32 beschreibt am Beispiel von drei Fallstudien die Entwicklung einer Methodik für ein Modul – „Klimawandeltaugliche Kompensationsmaßnahmen“ – des GERICS-Stadtbaukastens

Report 32 (8,0 MB)

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